Pflegezusatzversicherung – vergleichen, sparen & hohe Pflegekosten absichern
Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen – durch Krankheit, Unfall oder im Alter. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt jedoch nur einen Teil der tatsächlichen Kosten ab. Oft bleiben mehrere tausend Euro im Monat an den Betroffenen oder ihren Angehörigen hängen.
Hier erfährst du, wann eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll ist, welche Varianten es gibt und wie du dich mit einem Vergleich vor hohen Pflegekosten schützt.
Warum ist eine Pflegezusatzversicherung so wichtig?
Die gesetzliche Pflegeversicherung ist nur eine Teilabsicherung. In vielen Fällen reicht sie nicht aus, um Pflegeheim, ambulante Pflege oder Betreuung zu bezahlen.
Typische Kostenprobleme sind:
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hohe Eigenanteile im Pflegeheim
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Kosten für ambulante Pflege zu Hause
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zusätzliche Betreuung oder Haushaltshilfen
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finanzielle Belastung für Kinder und Angehörige
Ohne private Vorsorge drohen Ersparnisse aufzubrauchen oder Angehörige finanziell zu belasten.
Was leistet eine Pflegezusatzversicherung?
Eine Pflegezusatzversicherung ergänzt die gesetzliche Pflegeversicherung und zahlt je nach Tarif:
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monatliches Pflegetagegeld
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feste Pflegerente bei Pflegebedürftigkeit
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Kostenübernahme für ambulante und stationäre Pflege
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zusätzliche Leistungen für Betreuung und Hilfsmittel
Damit kannst du die Versorgung selbstbestimmt finanzieren und Angehörige entlasten.
Welche Arten von Pflegezusatzversicherungen gibt es?
Es gibt drei wichtige Varianten:
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Pflegetagegeldversicherung (flexible monatliche Zahlung je Pflegestufe)
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Pflegekostenversicherung (erstattet einen Teil der tatsächlichen Pflegekosten)
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Pflegerentenversicherung (garantierte monatliche Rente im Pflegefall)
Welche Variante sinnvoll ist, hängt von deinem Budget und Sicherheitsbedürfnis ab.
Welche Pflegezusatzversicherung ist sinnvoll?
Die richtige Absicherung hängt von Alter, Gesundheitszustand und gewünschter Leistung ab.
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jung oder älter beim Abschluss
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gewünschte monatliche Zusatzleistung
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Pflege zu Hause oder im Heim
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staatlich geförderter Pflege-Bahr-Tarif oder klassischer Tarif
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Beiträge mit oder ohne Beitragsrückerstattung
Je früher du abschließt, desto günstiger sind die Beiträge.
Typische Kostenfallen bei Pflegezusatzversicherungen
Viele Tarife haben Einschränkungen, die im Ernstfall teuer werden. Häufige Fehler sind:
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zu niedrige Leistungen im Pflegefall
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lange Wartezeiten nach Vertragsbeginn
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Ausschluss bestimmter Vorerkrankungen
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fehlende Dynamik bei steigenden Pflegekosten
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teure Tarife mit geringer Leistung
Ein falscher Tarif hilft im Pflegefall kaum weiter.
Spartipps – so sparst du bei der Pflegezusatzversicherung
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möglichst früh abschließen (jung = deutlich günstiger)
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Leistungen realistisch kalkulieren
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Pflege-Bahr-Förderung prüfen (5 € staatlicher Zuschuss)
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Tarife regelmäßig vergleichen
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auf Beitragsstabilität achten
Mit guter Planung lassen sich hohe Pflegekosten später deutlich reduzieren.
Häufige Fragen zur Pflegezusatzversicherung (FAQ)
Ist eine Pflegezusatzversicherung Pflicht?
Nein, sie ist freiwillig. Sie wird aber dringend empfohlen, da die gesetzliche Pflegeversicherung die tatsächlichen Kosten meist nicht abdeckt.
Was kostet eine Pflegezusatzversicherung?
Die Beiträge liegen je nach Alter und Tarif meist zwischen 20 und 80 Euro im Monat. Je früher der Abschluss, desto günstiger.
Was ist der Pflege-Bahr?
Der Pflege-Bahr ist eine staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung mit 5 Euro Zuschuss pro Monat. Sie hat keine Gesundheitsprüfung, bietet aber oft geringere Leistungen.
Zahlt die Pflegezusatzversicherung auch bei Pflege zu Hause?
Ja. Gute Tarife zahlen sowohl bei häuslicher Pflege als auch im Pflegeheim – abhängig vom Pflegegrad.